Zahlreiche Bronzeskulpturen bereichern den naturnah angelegten Garten,ein Bär lehnt neugierig durch ein Fenster ins ehemalige Atelier blickend an der Wand.In diesem Atelier konnten dann viele Kleinskulpturen,Zeichnungen und Modelle für spätere Arbeiten besichtigt werden.Sie bleiben dort dauerhaft ausgestellt.Frau Baumüller-Scherl beschrieb sehr persönlich und mit viel Hingabe Hintergründe und Enstehungsgeschichte einiger Arbeiten und erklärte mit Sachkenntnis abgebildete Details, die oft biblischen Themen darstellen.Anerkennung und Wertschätzung für das Lebenswerk ihres Vaters kamen in ihren Ausführungen zum Ausdruck.Es folgte ein Rundgang durch die Stadt. Am Brunnen im Hof der Verbandsgemeinde Wittlich-Land wurde deutlich, wie wichtig Hanns Scherl der Bezug zu Menschen und Natur war.Aufschlußreiche Details an den Türen der St.Markuskirche fielen erst durch die intensive Betrachtung mit Erläuterungen auf.Die Wittlich-Säule in der Burgstraßeversinnbildlicht, dass Demokratie nur miteinander gelingen kann: Männer und Frauen, jung und alt, können nur gemeinsam eine Gesellschaft gestalten.Wie auch beim Seiteneingang in die Markuskirche, so hat sich Scherl zusammen mit seiner Ehefrau Hildegard Eva Maria in der Wittlich-Säule selber in der Gruppe dargestellt, seine Frau immer mit Hut.Nach dem Dang zur Markuskirche, wo der St.Sebastian an der Turmwand zur Karrstraße besichtigt wurde, ging es zu einem weiteren Werk von Scherl, dem "Vegetatives Raumgitter " genannter Streifen mit Tabakpflanzen heute zwischen einem umfunktionierten Fahrradständer und einem jüngst angebrachten Geldautomaten ein eher wenig wertgeschätztes Dasein fristet. Anschließend ging die Gruppe zum Familiengrab Scherls. Die Veranstaltung endete im Casino, wo sich die Kulturwartin Elfriede Ambrosius und die 2.Vorsitzende Brgitte Hagedorn für den Eifelverein herzlich bei Frau Baumüller-Scherl für den eindrucksvollen Nachmittag bedankte. Es bleibt dem Andenken Hanns Scherls und seiner vielfältig in der Stadt Wittlich vertretenen Kunst zu wünschen, das weitere Führungen und/oder Atelierführungen folgen.

Bericht und Foto : Marianne Dorsemagen